Das
Gamsjoch ist der Hauptgipfel der gleichnamigen Gruppe, die der Hauptkette
nördlich vorgelagert zwischen Falken- und Sonnjochgruppe gelegen ist.
Das Bild zeigt die Gamsjochgruppe von Süden (vom Lalidererbiwak).
Aus dieser Perspektive erscheint das Gamsjoch als elegante Pyramide -
davor
Gumpenspitze (2170 m) und Teufelskopf (1980 m). Im Juli 2005 wurde das
neue Gipfelkreuz auf dem Westgipfel von Unbekannten entfernt (s. unten)
Von
der Eng sieht das Gamsjoch eher wie ein grob behauener Klotz aus. Von den
Gipfeln der Sonnjochgruppe hat man die beste Sicht auf die Ostseite der
Gamsjochgruppe. Im Bild aufgenommen vom Aufstieg zur Schaufelspitze
erkennt man in der Mitte das Gamsjoch, rechts vorgelagert die Ruederkarspitze
(2190 m). Im Hintergrund links die Hauptkette von der Grubenkarspitze über
Laliderer Wand und Spitze bis zur Sonnenspitze;
rechts Teile der Falkengruppe (Steinfalk und
Laliderer Falk).
Der
direkteste und interessanteste Weg zum Gumpenjöchl führt in ziemlich
direkter Linie vom Alpengasthof Eng durch einen markanten Graben zum Gumpenkar
und weiter zum Gumpenjöchl. Vom Gasthof geht man zunächst zur
Eng Alm und dann über freie Wiesen nach Nordwesten auf den markanten
Schotterkegel zu, der sich am Fuß des Grabens gebildet hat. Da man
hoffentlich früh genug dran ist, kann man noch ungestört durch
die Massen die grandiose Felskulisse über der Eng genießen.
Auf dem Bild oben sieht man die Spritzkarspitze (2606 m) und unten die
Grubenkarspitze (2663 m) über dem großen Ahornboden.
Über
den Schotterkegel etwas mühsam in den Graben und an dessen linker
Begrenzung
hinauf. Nur wenige Minuten vom belebten und lieblichen Ahornboden
entfernt,
befindet man sich plötzlich in wilder, lebensfeindlicher alpiner
Umgebung. Nur einige wenige verblichene rote Markierung. Etwas
Gespür für den günstigsten
Wegverlauf und vorhandene Steigspuren können das Steigen deutlich
erleichtern. Verlaufen kann man sich kaum, der Wegverlauf ist logisch.
Auf ca. 1750 m erreicht man den vom Hohljoch zum Gumpenkar
hinaufziehenden
Weg. Diesem Steig folgt man Richtung Nordwesten. Der Steig führt
im
Gumpenkar in direkter Linie hinauf vom Gumpenjöchl (1974 m).
Ähnlich
wie der Steinfalk ist das Gamsjoch ein perfekter
Logenplatz vor der gewaltigen Mauer der Nordwände der Hauptkette und
bietet gleichermaßen eine hervorragende Sicht in die benachbarten Falken- und Sonnjochgruppe. Zwischen Grubenkar- und
Spritzkarspitze senkt sich der Hauptkamm etwas ab, so daß man gerade
die Bettelwürfe, die beiden breiten Hauptgipfel
der Gleiersch-Halltal-Kette erkennen kann. Auf dem Bild erkennt man die
Gumpenspitze (2170 m) vor dem Hauptkamm (Laliderer
Wand und Spitze u.a.).
Im
Juli 2005 wurde das neue Gipfelkreuz auf dem Westgipfel des Gamsjochs
(s. Bild, aufgenommen am 18.6.2005) von Unbekannten entfernt. Die
Aktion steht wohl im Zusammenhang mit anderen Protestaktionen gegen
Erschließungsmaßnahmen im Karwendel, vgl. z.B. die
Beschädigung der Wegmarkierungen und Versicherungen an der Dreizinkenspitze im Sommer 2004. Vgl. dazu auch die eingehende Diskussion auf de.rec.alpinismus.
KarwendelGipfelkreuz beschädigt gefundenDas Gipfelkreuz des 2.452 Meter hohen Gamsjochs im Karwendel ist am Wochenende entwendet worden. Montagnachmittag wurde es ca. 400 Meter unterhalb des Gipfels gefunden.Aus Verankerung gerissenDas Gamsjoch befindet sich im Karwendelgebirge im Gemeindegebiet von Vomp. Der Diebstahl dürfte sich in der Nacht vom Samstag zum Sonntag ereignet haben. Die unbekannten Täter rissen das Gipfelkreuz mit "brachialer Gewalt" aus der Verankerung.Das Gipfelbuch ließen die Täter zurück. Es wurde unter einem Stein abgelegt. Der Schaden beläuft sich auf ca. 5.000 Euro. In vier Teile zerbrochenAm Montagnachmittag wurde das Kreuz bei einem Suchflug auf der Westseite des Gamsjoches, im Laliderertal, ca. 400 Meter unterhalb vom Gipfel in einem Schneefeld in vier Teile zerbrochen aufgefunden. Es war offensichtlich schwer beschädigt und wurde geborgen.Am selben Tag teilte ein Bergsteiger telefonisch der Polizeiinspektion Achenkirch mit, dass das Gipfelkreuz von der Kaltwasserkarspitze im Karwendelgebirge ebenfalls abmontiert worden sei. Er habe am letzten Samstag festgestellt, dass das Kreuz gewaltsam aus seiner Verankerung gerissen worden sei. |
Gipfelkreuz am Gamsjoch spurlos verschwundenFrevel im Karwendel: Unbekannte rissen das Gipfelkreuz am Gamsjoch aus seiner Verankerung.
"Was sind das für Leute, die zu so einer
Tat fähig sind?", fragt sich Margit Kofler. Die Wirtin vom Alpengasthof
Eng sieht von ihrem Büro aus direkt auf den Gipfel des Gamskogels. Sie
hat im Vorjahr anlässlich ihres 50. Geburtstages ein 3,5 Meter hohes
Gipfelkreuz für den 2452 Meter hohen Karwendel-Gipfel gestiftet. |